bärlauch 0

Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note.

In der Germanischen Volksmythologie in der Edda heißt es: „Sonne von Süden fiel auf den Felsen, und dem Grund entsprang der grüne Lauch“. Der Bärlauch galt als eine der ersten Pflanzen seit der Welterschaffung. Außerdem war Bärlauch vor über 2000 Jahren als Heil- und Gemüsepflanze sehr beliebt. Pfarrer Künzle (1857 – 1945) verehrte ihn als eine der stärksten und gewaltigsten Medizinen in des Herrgotts Apotheke. Wegen des starken Geruchs wurde Bärlauch schon im Mittelalter als vertreibende Kraft genützt, insbesondere gegen Vampire und Blutsauger. Wer einen Dieb, der einem etwas gestohlen hat, im Traum sehen will, binde vor dem Schlafengehen Bärlauch und Brot an seinen linken Arm. Dann wird der Dieb im Traum erscheinen. Bei den Römern war das Lauchkraut der Götting Ceres geweiht, aus dem Presssaft, gemischt mit Koriander, wurde ein Liebestrank hergestellt, der auch bei angehexter Impotenz geholfen haben soll. Der bärenstarke Bärlauch trägt den Namen des Bären, des Seelentieres und Fruchtbarkeitssymbols der Germanen. Der Bär war ein Frühlingsbringer, mit seinem Erscheinen war die Kraft des Winters gebrochen, dementsprechend wichtig war die Pflanze früher – und ist es auch noch heute. Bärlauch – ein bisschen Botanik. Die Pflanze gehört zur Familie der Amaryllisgewächs und erreicht eine Wuchshöhe bis zu 50 cm. Und hat hellgrüne, ganzrandige und längliche Blätter, welche bis zu 25 cm lang werden können. Aus einem bis zu 50 cm hohen Stiel entspringt ein kugelig wirkender weißer Blütenstand. Die Blüte hat sechsblättrige weiße Blütenhülle. Der hohle blattlose Blütenstängel ist meist 3-kantig. Die oval-lanzettlichen Blätter haben parallel verlaufende Adern. Sie sind glattrandig, unterseits etwas heller und matt. Aus dem Stängel entspringt nur ein Blatt und eine Blüte. Desweiteren riechen die Blätter des Bärlauchs stark nach Knoblauch. VORSICHT: Der Bärlauch wird sehr oft mit der giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt. Alles über die Ernte von Bärlauch. Frischer Bärlauch hat die größte Wirkung. Sie können alle Pflanzenteile ernten. Alle Pflanzenteile des Bärlauchs haben einen starken Geruch nach Zwiebeln. Am geschmacksintensivsten sind die Zwiebeln der Pflanze. Vor der Blüte, von Frühjahr bis Frühsommer, nimmt man die Blätter als stark ätherisch duftendes Scharfgewürz zu diversen Speisen, wie Kräuterkartoffeln. Die Blütenknospen ergeben in Öl, Essig oder Salzlake ein gutes Pickles. Die strahlig aus den Blütenständen stehenden Blüten bilden, je nach Art von April bis Sommer, eine schmuckhafte, essbare Dekoration verschiedener Speisen. Die Zwiebel erntet man bei frisch getriebenen Pflanzen im Herbst oder später auch im Frühjahr und verwendet sie als Scharfgewürz zu verschiedenen Gerichten. Von Frühsommer bis Sommer können Sie die jungen Samen ernten und als Würzbeigabe in Saucen oder als kapernartig eigelegtes Gemüse verwenden. TIPP: Bärlauch sollten Sie nur frisch verwenden, da er getrocknet seine Wirkstoffe verliert. Bärlauch – ein breites Wirkungsspektrum. Die ganze Pflanze wird arzneilich benutzt bzw. verwendet. Der Bärlauch kann gute Dienste bei Magen und Darmstörungen aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften leisten. Außerdem senkt der Bärlauch den Blutdruck, einen zu hohen Cholesterinspiegel und wirkt gegen Gefäßverkalkung. Auf diese Weise ist der Bärlauch ein hervorragendes Mittel zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall. Desweiteren wirkt der Bärlauch harntreibend, schleimlösend, entzündungshemmend, blutreinigend, stoffwechselanregend und allgemein tonisierend und stärkend. Dem Bärlauch wird auch eine appetitanregende Wirkung nachgesagt. Bärlauch – uralte und bewährte Zubereitungsmethoden. Bärlauch-Sauce 1 Handvoll gehackte Bärlauch Blätter mit 1 fein gehackten Zwiebel in Butter anrösten, mit 1 EL Mehl stauben, mit ¼ Liter Suppe aufgießen, 15 Minuten kochen lassen, dann passieren. Bärlauchaufstrich 1 Handvoll Bärlauch Blätter waschen und fein hacken. Mit ¼ Kilogramm Quark vermischen, mit 2 EL Rahm, Salz, Pfeffer und Senf würzen. Im Herbst können Sie die Zwiebel anstatt der Blätter verwenden. Bärlauchwein gegen Altersbeschwerden, Schwächen und leichten Magenproblemen. ¼ Liter Weißwein wird mit 1 Hand voll zerkleinerten Bärlauch Blättern aufgekocht. Dann kocht man circa ¼ Liter Wasser mit ¼ Kilogramm Zucker auf und vermischt beide Flüssigkeiten. Trinken Sie 1 – 2 Gläschen am Tag. Bärlauch Tinktur 1 Handvoll frischer Bärlauch Blätter waschen, klein schneiden, locker in ein Glas bis zum oberen Rand legen und mit Weingeist auffüllen. Lassen Sie es 3 Wochen lang stehen, danach in dunkle Tropffläschen abfiltrieren. 3-mal täglich circa 20 Tropfen 6 Wochen lang einnehmen. Vorbeugung von Herz- und Gefäßerkrankungen Täglich 1-3 g Bärlauchzwiebeln bzw. Blätter zu sich nehmen. Bärlauchpesto 150 g frische Bärlauchblätter waschen und trocken tupfen. Mit 5 klein geschnittenen Bärlauchzwiebeln, 20 g Sonnenblumenkernen, 150 g ml kaltgepresstem Olivenöl und etwas geriebenem Parmesankäse zerkleinern und mit Salz und Zitrone abschmecken. Mit Olivenöl bedeckt bleibt es im Kühlschrank ein halbes Jahr haltbar. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Barbarakraut 0

Barbarakraut – eine Heilpflanze mit vielen Facetten

Weil das grüne Kraut noch am Barbaratag, welcher am 4. Dezember ist, so saftig war, dass es als Wunderverband bei Verletzungen der Berg- oder Zimmerleute herhalten konnte, erhielt die Pflanze ihren Namen. Sie ist der Schutzheiligen der Bergleute, der hl. Barbara geweiht. Der Name Winterkresse zeigt auch, dass die Heilpflanze bis weit in den Winter grün gedeiht. Das Barbarakraut bzw. Winterkresse ist in unseren Ländern heimisch und hat von Mitteleuropa ausgehend einen Siegeszug in Amerika und Australien angetreten. Barbarakraut gehört zu Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist eine zweijährige Pflanze. Die Pflanze kann eine Wuchshöhe bis zu 100 cm erreichen. Die Grundblätter der Pflanze sind gestielt und wechselständig am Stängel angeordnet. Ein Blatt der Pflanze besteht aus 2 – 4 Blattpaaren und einem deutlich größeren Endabschnitt. Die obersten Stängelblätter sind meist un- oder wenig geteilt und die Kelchblätter 3 – 4 mm lang. Die Schotenfrüchte sind 2,5 cm lang und im Gegensatz zum Steifen Barbarakraut abstehend vom Stängel angeordnet. Der Fruchtstiel ist halb so dick wie die Frucht. Die Pflanze kommt meistens auf Weg- und Ackerrändern, aber auch an Bachufern vor. Die Heilpflanze mag einen feuchten Standort mit Halbschatten und einem Lehmboden. Die Ernte von Barbarakraut Es werden nur Blätter der unteren Blattrosette, die sich im ersten Jahr bildet, genommen. Die jungen kresseartig und recht bitter schmeckenden Blätter der hier aufgeführten Pflanze lassen sich von April bi in den Winter hinein ernten. Die Blätter können Sie als Beigabe in verschiedenen Salaten und Spinatgerichten verwenden. Die Blütenknospen samt noch zartem Stängel erntet man kurz vor und die Blüten unmittelbar nach dem Erblühen von April bis Juni. Die gelben Blüten selbst dienen als essbare würzige Dekoration. Ab Juli bis in den Herbst reifen die Samen, die ein gutes Trockengewürz ergeben. In Frühjahr können die quer zur Faser klein geschnittenen Wurzeln als schärfliche Würze zerrieben oder als Würzmus zubereitet werden. Barbarakraut – ein breites Wirkungsspektrum. Die Blätter der Pflanze sind wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C medizinisch sehr wertvoll. Die Samen, zerdrückt und in Wein angesetzt, liefern ein harntreibendes Mittel. Innerlich und äußerlich wirkt die Pflanze appetitanregend, blutreinigend und unterstützt die Wundheilung. Ein Tee davon ist bei einer Übersäuerung des Magens hilfreich. Man sollte unbedingt die frische Pflanze verwenden, da sich beim Trocknen die Wirkung vermindert. Barbarakraut – bewährte Zubereitungsmethoden. Naturmittel bei Nierensteinen Frische Samen anquetschen und in ein Glas geben. Mit so viel Weißwein übergießen, dass die Samen gut bedeckt sind. Lassen Sie es jetzt circa 3 Tage in der Wärme stehen, dann abseihen. Trinken Sie täglich ein Glas. Dazu mindestens 1 Liter Tee aus Barbarakraut trinken. Barbarakraut Tee (Harntreibendes Mittel) 2 TL Samen anquetschen, mit ¼ Liter kaltem Wasser zustellen. Aufkochen und für 10 Minuten ziehen lassen. Täglich bis zu 3 Tassen trinken. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Baldrian 0

Baldrian – in vielen Sagen und Legenden erwähnt.

Jesus wurde in Bethanien mit Nardenöl gesalbt, das aus dem indischen Baldrian hergestellt wird. Baldrian wird an die Zimmerdecke gehängt, bewegt er sich zusammen mit der Person, die den Raum betritt, so handelt es sich um einen Menschen, der Übles will. In der Mythologie der nordischen Völker spielte Baldrian eine ganz wichtige Rolle. Wie viele Pflanzen mit starkem Aroma wurde auch die Stinkwurz zur Abwehr von Bösem verwendet. Geister, die Übles wollten, Hexen, die das Vieh verzauberten oder gar der Teufel persönlich: mit Baldrian ließen sie sich fernhalten.  In den Bienenstock gelegt, sorgt Baldrian für den Zuzug vieler Bienenvölker. Mit Regenwürmern, die zuvor mit Baldrian berührt worden sind, fängt der Fischer mehr Fische. Vor Hinrichtungen kaute der Scharfrichter ein Stück Baldrian, das verhärtete sein Herz. Auch als Liebesmittel lässt sich die Baldrianwurzel verwenden: Nimm Baldrian in den Mund und küsse die, die du haben willst, sie gewinnt dich gleich lieb. Baldrian ist eine Pflanze der Elfen und Wassernymphen, die sich im Mondlicht tanzend mit ihr bewegen, eine Licht- und Luftpflanze, die Leichtigkeit vermittelt. Baldur, der lichtvolle Gott der Germanen, gab ihr den Namen, denn wie er half auch die Pflanze mitleidvoll und segnend jedem, der Hilfe braucht. Wenn die Götting Hertha auf ihrem hopfengezäumten, weißen Hirsch durch den Wald reitet trägt sie eine Baldriangerte mit sich. Baldrian – etwas über die Botanik. Baldrian gehört zur Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae) und gedeiht auf feuchten, lockeren, mäßig nährstoffreichen Böden, bevorzugt an Fluss- und Bachufern, auf Wiesen und Waldlichtungen. Die Heilpflanze besitzt ein sehr kurzes, hellgrau-braunes dickes Rhizom, stark bewurzelt mit vielen Faserwurzeln. Der charakteristische Baldriangeruch entfaltet sich aus der Wurzelrindenschicht. Die bis 1,50 m hohen runden Stängel tragen auffällig gefiederte Laubblätter. Außerdem ist der Baldrian leicht giftig. Wir empfehlen Dosierungen in nur kleineren Mengen. Baldrian – Anbau und Ernte Gut feucht gehalten gedeiht Baldrian auf jedem Boden. Werden die Blütentriebe abgeschnitten, so entwickeln sich kräftige Wurzeln. Eine säuerlich herbe Pflanze für Salatbeigaben oder auch als Aroma bzw. Gewürz. Der Grundgeschmack der Pflanze, einschließlich der faserigen Wurzel, ist etwas bitter und der Geruch sehr eigen. Von April bis Mai kann man die jungen, hellgrünen Blätter und Blattsprosse Hackkräutermischungen beimengen, z.B. für eine Kräuterbrotzeit oder Kräuterquark. Klein gehackt sind sie auch eine abwechslungsreiche Zutat in Bratlingen, in Füllungen von Gemüsetaschen. Die aromatischen Blätter des Baldrians eignen sich auch als Würzbeigabe, insbesondere Wildpflanzensalz, als Trockengewürz. Von Mai bis Juni kann man die vollständig aufgeblühten und knospigen Blütenstände vorsichtig mit der Schere abschneiden und als Aroma, z.B. in Gelee, Aromazucker, Gewürzschokolade oder auch in Sirup verwenden. Auch Rauchtabakmischung wurde damit aromatisiert. Als Bestandteil verschiedener Getränke wie z.B. Tee oder Wildpflanzenlimonade. Ganze Blütenstände kann man panieren, oder in Ausbackteig wenden und dann frittieren. Knospige Blütenstände eignen sich für Bratlinge. Aufgrund ihres hohen Anteils an ätherischen Ölen eignen sich die Wurzeln sehr gut zur Herstellung eines Mazerationsöls. Vorsicht: In hohen Dosen verursacht vor allem die Wurzel eine Hemmung der Herztätigkeit und leichte Betäubung. Baldrian – die Wirkung einer uralten Heilpflanze. Die Wurzel ist in vielen arzneilichen Präparaten gegen Unruhe, Angstzustände und Einschlafstörungen enthalten. Die positiven Effekte werden ohne die bei chemischen Beruhigungsmitteln auftretenden Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit und auch nahezu ohne Suchtgefahr erreicht. Verantwortlich für diese Wirkung sind wahrscheinlich Valepotriate, Lignane und die Valerensäure. Baldrian macht ruhig und gelassen und stärkt gleichzeitig die Konzentration. In der TCM wird er ähnlich wie der Ginseng zur allgemeinen Kräftigung angewendet und verhilft zu einem langen Leben. Man setzt ihn außerdem bei Herzbeschwerden und Bluthochdruck ein, wenn diese Beschwerden ihre Ursache in zentralnervösen Störungen haben. Darüber hinaus zeigt die Pflanze hervorragende Eigenschaften bei Krämpfen im Magen- und Darmtrankt und bei Menstruationsbeschwerden. Die beruhigende Wirkung des Baldrians tritt auch zutage, wenn man aus der Wurzel oder einer daraus hergestellten alkoholischen Tinktur ein Bad bereitet. Bei Muskelschmerzen, Verspannungen und Neuralgien können mit einem starken Teeauszug getränkte Umschläge Linderung bringen. Baldrian – bewährte Zubereitungsmethoden. Tee gegen Ängste Je 25 g Baldrianwurzel, Johanniskraut, Passionsblumenkraut und Melissenblätter. Lassen Sie die Teemischung für circa 10 Minuten ziehen. Nehmen Sie den Tee 6 -8 Wochen lang und das 3-mal täglich. Baldrian-Schlaf-Wein 1 Liter trockenen Rotwein mit 100 g zerkleinerter Baldrianwurzel auf dem Herd erwärmen, dann bei geschlossenem Deckel erkalten lassen und 2-5 EL Honig einrühren. Kühl gestellt 4 Wochen haltbar. Trinken Sie den Baldrian-Schlaf-Wein circa 2,5 Stunden vor dem Schlafengehen. Baldrian Tinktur 200 g getrocknete Wurzeln werden klein geschnitten und mit 1 Liter hochprozentigen Kornschnaps oder Obstbrand übergossen. Die Flasche wird gut verkorkt und etwa 4 Wochen an einem warmen Ort gestellt. Nach dem Durchseihen in einer dunklen Flasche aufbewahren. 30 Tropfen helfen gegen Nervosität. Auch die Essenz ist wirksam (doppelte Menge Wurzel). HILDEGARD VON BINGEN: Wer an Brustfellentzündung leidet und an Gicht, der pulverisiere Baldrian, füge etwas weniger Pulver von Katzenminze bei und mache mit Mehl, Wasser und Fett Törtchen und esse diese oft. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

artischocke 0

Artischocke – die Königin aller Gemüse.

Der Ursprung der Artischocke liegt sehr wahrscheinlich in Äthiopien. Sie wurde bereits 500 v. Chr. in Ägypten kultiviert, von dort kam sie nach Rom und nach Vorderasien. Die Ägypter haben die Artischocke sehr geschätzt. Es gibt unzählige Abbildungen an den Wänden der Pharaonen-Grabkammern. Die Griechen nannten sie Kynara nach der ägäischen Insel Kinara. Erst im 15. Jahrhundert wurden die mitteleuropäischen Fürstenhäuser auf das Gemüse aufmerksam, man baute es in den herrschaftlichen Gärten an und der Genuss galt als Zeichen für feine Lebensart und Reichtum. Man glaubte an die erotisierende Wirkung, deshalb durften die Töchter des Hauses nicht davon essen. Die Artischocke wurde die Königin aller Gemüse, das blieb auch sehr lange so. Goethe schrieb im 19. Jahrhundert: Diese Distel, lass sie gelten, ich vermag sie nicht zu schelten – die, was uns am besten schmeckt, in dem Busen tief versteckt. In den ersten Kräuterbüchern unseres Kulturkreises wurde sie vor allem als Mittel gegen Achselschweiß und Aphrodisiakum gelobt so sollten jene Eheleute, die sie fleißig verwendeten, nur Knaben zeugen. Artischocke – etwas über die Botanik. Die mehrjährige Heilpflanze gehört zur Familie der Korbblütler und kann eine Wuchshöhe bis zu 1,5 m erreichen. Die Pflanze mag es warm und wächst am besten in Küstennähe. Aus der Blattrosette entwickeln sich bis 1 m große gefiederte Blätter. Ab dem zweiten Jahr trägt die Stängel zwei bis drei apfelgroße, kugelig-schuppige Blütenknospen. Die wunderschöne Artischocke hat eine prachtvolle violett-blaue Blüte. Artischocke – Anbau und Ernte Ziehen Sie die Samen im März bei 20°C vor und pflanzen Sie sie erst nach den Eisheiligen aus. Artischocken brauchen 1 m² Platz, viel Sonne und einen humusreichen lockeren, leicht kalkhaltigen Boden. Artischocken sollen immer frisch gegessen werden, dunkel lagern bei mindestens 95 % Luftfeuchtigkeit, niemals waschen. Blüten mit längeren Stielen schneiden, in ein Wassergefäß stellen und dunkel aufbewahren. Gekochte Artischocken verderben sehr schnell und bilden innerhalb des Tages Gift! Die großen Grundblätter der Blattrosetten werden vor Blühbeginn geerntet, groß zerkleinert und rausch und schonend getrocknet. Artischocke – ein breites Wirkungsspektrum. Artischockenblätter können bei Verdauungsbeschwerden gute Dienste leisten. Sie fördern die Sekretion der Verdauungssäfte des Magens, der Bauchspeicheldrüse und besonders der Galle um 50-100 %. Bei einem Mangel an Gallensäure kommt es zur ungenügenden Fettverdauung mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Oberbauchkrämpfen, Appetitlosigkeit, Verstopfung und Blähungen. Die Artischockenblätter lindern rasch die Beschwerden, da sie Nahrungsfette emulgieren. Das vermehrte Fließen der Galle beugt auch Gallensteinen vor. Die Blätter wirken zudem entzündungshemmend, antioxidativ und sie lindern den Brechreiz. Des Weiteren senken sie den Cholesterinspiegel im Blut. ACHTUNG: Der Saft aus der Pflanze oder andere Aufbereitung sollen nicht bei Korbblüterallergie und nicht bei Verschluss der Gallenwege angewendet werden, da eine Gallenkolik ausgelöst werden kann. Bei Schwangeren und Kindern bis zu 12 Jahren ist ebenfalls Vorsicht geboten. Artischocke – bewährte Zubereitungsmethoden. Aromatischer Artischocke Wein 80 getrocknete und zerkleinerte Blätter in eine weithalsige Flasche füllen. Etwas Minze und Zimtrinde beifügen, das gibt einen besseren Geschmack. 1 Liter guten Bio-Rotwein darüber gießen und 2 Wochen in der Wärme stehen lassen. Die Flasche soll dunkel sein. Immer wieder schütteln. Dann mit 3 bis 4 Esslöffeln Honig zum Sieden erhitzen, abseihen und lagern. Täglich 1 Gläschen (100 – 200 ml) trinken. Artischockentee ½ TL Blätter mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen und für 10 Minuten ziehen lassen. Bei Verdauungsbeschwerden ungesüßt 2-3 Tassen täglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Arnika 0

Arnika – eine uralte Heilpflanze mit vielen Besonderheiten.

Die Heilpflanze Arnika war schon bei den Germanen hochgeschätzt und der Muttergöttin Freya geweiht. Die Pflanze galt als Schutz gegen Hexen, Zauberei, Blitz und üble Nachrede. Gegen Blitzschlag und Hagel wird die Heilpflanze unter das Dach gelegt, man soll dabei ein Gebet sprechen. Sebastian Kneipp (1821 – 1897) lobte die Pflanze und bezeichnete sie als Gold der Heilpflanzen und empfiehl sie bei Heiserkeit. Erste Hinweise auf die Heilpflanze findet man in den Kräuterbüchern des Mittelalters. Arnika – etwas über die Botanik. Die mehrjährige Heilpflanze Arnika gehört in die Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie gedeiht in den Gebirgen Europas und steht unter Naturschutz. Die Arnika ist eine sehr widerstandsfähige Heilpflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 60 cm erreichen kann. Die grundständige Blattrosette trägt behaarte hellgrüne, fast fleischige Blätter, die durch fünf bis sieben unterseits hervortretende Längsnerven auffallen. Die zungenförmigen Randblüten, die durch ihre orangegoldene Farbe schon von weitem auffallen, sind mit drei kleinen Zähnchen versehen. Arnika – Anbau und Ernte Die schöne Heilpflanze gedeiht auf sandigen und humosen Böden und auf Moorwiesen des Berglandes zwischen 600 und 2800 m, am besten dort, wo die Lichteinwirkung intensiv ist und der Untergrund feucht und kühl. Da die Heilpflanze unter Naturschutz steht, darf sie nicht gesammelt bzw. aus der Natur entwendet werden. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Die Arnika gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen auf der Welt und bestimmt haben auch Sie schon mal von ihr gehört. Die Pflanze hat eine hervorragende entzündungshemmende Wirkung bei nicht blutenden Wunden und Verletzungen. Außerdem wird sie geschätzt als durchblutungsförderndes, schmerzlinderndes Rheumamittel. Des Weiteren wirkt die Heilpflanze auch bakteriostatisch, pilzhemmend und im wässrigen Extrakt auch immunstimulierend. Außerdem wirkt die Heilpflanze antibakteriell und entzündungshemmend und hilft somit bei Gelenkserkrankungen. In der alkoholischen Tinktur verstärken sich die Inhaltsstoffe gegenseitig in ihrer Wirkung. Arnika ist ein vorzügliches Wundheilmittel und hilft außerdem bei allen Arten von Muskel-, Gelenk- und Sehnenverletzungen. Innerlich angewendet wirkt Arnika auf die Herzkranzgefäße. Die äußerliche und innerliche Anwendung sollte wegen der Giftigkeit des Helenalins nur unter ärztlicher Anleitung erfolgen. Bei langandauernden und wiederholter Anwendung kommt es häufig zu allergischen Reaktionen. Inhaltstoffe: Ätherisches Öl, Flavonoide, Phenylcarbonsäure, Cumarine, bitter schmeckende Sesquiterpenlactone, Helenalin (dieser Stoff ist von besonderer Bedeutung für die Wirkung der Heilpflanze) Arnika – bewährte Zubereitungsmethoden. Gurgel Tee Je 20 g Arnika, Odermennig, Thymian, Ringelblume und Kamille vermischen. Lassen Sie es dann für 10 Minuten ziehen. Den Tee sollten Sie mehrmals täglich gurgeln, bis Besserung eintritt. Diese Teemischung fördert die Durchblutung und steigert damit die Abwehrkräfte der Schleimhäute bei Stimmverlust und Mandelentzündungen. Bitte trinken Sie den Tee nicht, da die Pflanze wegen des Helenalins giftig ist. Arnikaumschlag Die Teemischung können Sie auch für Umschläge bei akuten Gelenkentzündungen verwenden. Die Arnikaumschläge für maximal 30 Minuten belassen und jede zwei Stunden erneuern. Die durchblutungsfördernden, entzündungshemmenden Wirkstoffe gelangen über die Haut an die entzündeten schmerzhaften Stellen im Gelenk oder Muskel und lindern sehr schnell den Schmerz. Arnika Tinktur Die gepulverte Wurzel wird im Verhältnis 1:20 mit starkem Weingeist angesetzt, täglich geschüttelt und 2 bis 3 Wochen in die Wärme gestellt. Die Blüten werden 1:5 angesetzt, es wird ebenso vorgegangen. Danach wird gefiltert. Arnikaöl 1 Glas zur Hälfte mit verlesenen Arnikablüten füllen und mit kaltgepresstem Sonnenblumen- oder Olivenöl übergießen, dass alle Blütenblätter bedeckt sind. 3 Wochen in die Sonne stellen und manchmal aufschütteln, bei Regen oder schlechtem Wetter ins Haus holen. Mit einem Tuch abdecken. Dieses Öl kann man mit Ringelblumenöl mischen und hat ein hervorragendes Massagemittel. HILDEGARD VON BINGEN: Die Arnika ist sehr warm und hat eine giftige Wärme in sich. Sie ist ein verteilendes Mittel für blaue Mäler und geronnenes Blut. Wenn ein Mensch einen anderen an der Haut mit grüner Arnika berührt, wird er in Liebe zu ihm entbrennen. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Andorn 0

Viele Sagen und Legenden tummeln sich um Andorn.

Der Andorn muss in der Johannisnacht geholt werden. Unter die Bienenstöcke gelegt, soll er Bienen zum Brüten reizen. Will man eine Hexe oder einen bösen Einfluss vertreiben, muss man ihn zwischen 11 und 12 Uhr auf einem Friedhof pflücken. Sein Name leitet sich aus dem Hebräischen ab und bedeutet „bitterer Saft“. Die Pflanze galt schon früher bei jüdischen Passahfesten als eines der fünf bittersten Kräuter. „An-Dorn“ heißt die Pflanze auch wegen ihrer Verbreitungsart: ihre dornenartigen Samenstände verhaken sich an Tierfellen, die sie mittransportieren. Laut Matthioli sollte ein Aufguss aus der Pflanze die Geburt erleichtern, und so bekam Andorn den Namen Mutterkraut oder Gottvergess, weil Gott bei ihrem Gebrauch die Schmerzen vergessen machte. Andorn – der Lebenslauf. Der Andorn gehört zu den stark gefährdetsten Pflanzen und steht unter Naturschutz. Andorn ist auf Schuttplätzen und an Wegrändern heimisch. Außerdem ist er gut an einem vierkantigen flaumigen Stängel und den runzeligen, kaum duftenden Blättern zu erkennen. Die Pflanze besitzt weiße Blüten. Andorn – Anbau und Ernte. Jungpflanzen im Frühjahr oder Herbst an sonniger Stelle in lockeren, humosen Boden im Abstand von circa 30 cm einpflanzen. Die Samen müssen Sie dann im April bis Mai aussäen. Gießen Sie die Pflanze mäßig. Das blühende Kraut können Sie im Juni bis Juli ernten. Andorn und seine Wirkung auf die Gesundheit. Die innerliche Anwendung der Pflanze wirkt infolge der enthaltenen Bitterstoffe anregend auf die Magen- und Gallensaftsekretion. Die Pflanze wird ferner als Gurgelmittel bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Die ganze Pflanze enthält den Bitterstoff Marrubiin, der in großen Mengen verabreicht zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Äußerlich hilft Andorn bei Hautausschlägen, Geschwüren und Wunden. Andorn – einige alte Zubereitungsmethoden. Andorn Sirup 100 g blühende Andorn-Sprossspitzen mit 500 g Zucker in 1 Liter Wasser aufkochen, weiter köcheln und auf ¾ Liter Flüssigkeit eindicken lassen – eine traditionelle Rezeptur gegen Keuchhusten und chronische Bronchitis. Nehmen Sie den Andorn Sirup 2 – 3 Wochen lang 3-mal täglich 1 EL zu sich. Asthma Tee Je 20 g Andorn Kraut, Fenchelsamen und Thymiankraut. Lassen Sie es 10 Minuten lang ziehen. Nehmen Sie den Tee 3 Wochen lang 2- bis 3-mal täglich jeweils eine Tasse (maximal viermal pro Jahr). Mittel gegen Fliegen Wenn man Büschel mit scharf riechenden, aromatischen Kräutern aufhängt oder auf die Fensterbank legt. Rosmarin, Gartenraute, Thymian, Minze, Rainfarn und Andorn bieten sich an, eine Mischung aus je einem Zweig dieser Pflanzen wird gut wirken. Andorn Kräuterwein nach Hildegard von Bingen Ein Teil Andornkraut, drei Teile Fenchelsamen, drei Teile Dillkraut und drei Teile Königskerzenblüten mischen. 100 g der Mischung sind ausreichend für 1 Liter guten, süßen Weißwein. Die Kräuter in Wein 5 Minuten kochen. Anschließend abseihen. Man trinkt bis zu 3 Gläschen täglich bei schwerer Grippe, bei Erkältungen, vor allem aber dann, wenn man vorbeugen will. Andorn Weintinktur 20 g getrocknete Sprossspitzen werden in 100 ml Alkohol, es reicht hochprozentiger Rotwein, acht Tage lang angesetzt. Anschließend ab filtern, bis zu 3 EL am Tag einnehmen. Mandelentzündung nach Hildegard von Bingen 1 EL Andornkraut, ¼ Liter Wasser, ½ Liter Wein und etwas Sahne oder Butter. Lassen Sie den Andorn etwa 10 Minuten im Wasser köcheln, dann abseihen. Das Wasser mit dem Wein und dem Fett noch einmal kurz aufkochen lassen. Täglich 3 kleine Gläser davon trinken. HILDEGARD VON BINGEN: Gegen taube Ohren koche Andorn in Wasser und lasse den warmen Dampf in deine Ohren dringen. Den warmen Andorn lege um die Ohren und um den ganzen Kopf, so wirst Du besser hören können. Und wer in der Kehle krank ist, koche Andorn in Wasser und vermenge das Wasser mit zweimal so viel Wein und füge Fett hinzu und koche nochmals auf, das trinke er oft so wird die Kehle geheilt werden. Traditionelle Chinesische Medizin Die thermische Wirkung des Krautes ist kalt. Die zugeordneten Organe sind Leber, Dickdarm, Lunge und Gallenblase. Andorn senkt das Lungen-Qi ab und leitet feuchte Hitze aus Leber und Gallenblase. Feuchte Hitze im mittleren Erwärmer wird ausgeleitet. Neue Berichte für Dich: Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Ackerstiefmütterchen 0

Ackerstiefmütterchen – ein Kraut, das in Vergessenheit geraten ist.

Ackerstiefmütterchen hat ihren Namen von der Blüte. Die beiden oberen der fünf Blütenblätter sind der Sitz der Stiefmutter, auf den beiden seitlichen Blütenblättern sitzt je eine ihrer Töchter, die beiden Stieftöchter müssen sich mit einem Sitz, dem untersten Blütenblatt, begnügen. Nach einer Sage heiratete ein Paar, ohne zu wissen, dass es Bruder und Schwester war. Als die beiden ihre Herkunft erfuhren, waren sie so unglücklich, dass Gott sich erbarmte und sie in eine Blume verwandelte. Das Stiefmütterchen steht für das Symbol der „angenehmen Gedanken“ und aus diesem Grund benutzten es früher die Griechen, um Wütende zu beruhigen, Schwermut zu vertreiben und Kopfschmerzen zu lindern. Ackerstiefmütterchen – ein wenig Botanik. Das schön anzusehende Blümchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist in Europa und Asien heimisch. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe bis zu 20 cm.  Das Stiefmütterchen ist eine 1- bis mehrjährige Pflanze mit aufrechtem, verästeltem Stängel. Die Blätter in Bodennähe sind herz-eiförmig, die oberen länglich-lanzettlich geformt. Der Blattrand ist schwach gekerbt. Die Blüten der Pflanze sind gelb-violett. Man findet sie auf Wiesen, Wegrändern, Äckern und Brachland. Achtung: In größeren Mengen genossen, könnten die Blüten und das Kraut gutmöglich zu Übelkeit führen. Die Wurzeln vieler Veilchenarten schmecken brennend scharf und können Erbrechen erzeugen. Ackerstiefmütterchen – Anbau und Ernte. Säen Sie die Samen im späten Frühjahr aus und drücken Sie sie gut an, ohne sie mit Erde zu bedecken. Die jungen Pflanzen pikieren Sie und setzen sie an einen halbschattigen Ort im Garten. Schneiden Sie zu lange Triebe zurück, das fördert einen buschigen Wuchs und regt die Blütenbildung an. Die Blüten und Blütenknospen der Pflanze können aber auch direkt roh gegessen werden oder auch in Salate dazugegeben werden. Ihr Grundgeschmack ist süßlich, mild und aromatisch. Die jungen Triebe der Pflanze sammelt man im Frühjahr, die Blätter ohne Stängel fast bis zum September, beide kann man als Beigabe zu verschiedenen Salaten verwenden. Die Heilwirkung von Ackerstiefmütterchen. Das Ackerstiefmütterchen gilt als eine der wichtigsten Kinderheilpflanzen und wird besonders bei chronischen Hauterkrankungen und Husten eingesetzt: Die in der Pflanze enthaltenen Saponine wirken schweiß- und harntreibend, sie fördern mit den antioxidativ wirkenden Flavonoiden zusammen den Stoffwechsel und hemmen ähnlich wie Kortison Entzündungen. Gerbstoffe und Salicylate lindern Schmerz und Juckreiz und lassen Ekzeme schneller ausheilen. Einige Zubereitungsmethoden von Ackerstiefmütterchen Stiefmütterchen Tinktur Die ganzen Pflanzen in ein weithaltiges Gefäß füllen, etwas anquetschen und mit so viel Kornschnaps oder Obstschnaps übergießen, dass die Pflanzenteile bedeckt sind. 2 Wochen stehen lassen, manchmal schütteln, dann abfiltern. Kinderhustentee Nehmen Sie 20 g Ackerstiefmütterchen, Gäneblümchen und Spitz-Wegerichblätter. Lassen Sie den Tee für 7 Minuten ziehen. Verwenden Sie es drei Wochen lang und das wiederholen Sie dreimal täglich jeweils eine Tasse. Gurgelwasser für Halsschmerzen oder Mandelentzündung Jeweils 20 g Ackerstiefmütterchen, Salbei und Anis. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen. Verwenden Sie es eine Woche lang und das wiederholen Sie viermal am Tag jeweils eine Tasse Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Ackersenf 0

Ackersenf – eine Heilpflanze mit würziger Note.

Jeder von uns hat dieses köstliche Gewürz Senf schon mal probiert. Wundervoll! Archäologen fanden Überreste bereits in steinzeitlichen Pfahlbauten. Der Ackersenf war schon in antiken Rom und Griechenland sehr verbreitet und bekannt. Der bekannte griechischere Philosoph und Mathematiker Pythagoras glaubte, dass Senf den Menschenverstand verschärfen könnte. Aber wiederum andere waren anderer Meinung und meinten, dass er etwas anderes scharfmache und nutzen Senf als Aphrodisiakum. Im Mittelalter versuchten manche Frauen, bei der Hochzeit mit Hilfe von Zauberei ihren weitgehend rechtlosen Status etwas aufzuwerten: Wenn sie während der Feierlichkeiten unbemerkt Senfsamen bei sich trugen – so die Hoffnung, dann musste sich der Mann nach ihren Wünschen richten. Möchtest Du etwas über die Botanik erfahren? Der wunderschöne Ackersenf gehört in die Familie der Kreuzblütler und ist eine 1-jährige Pflanze. Der Ackersenf kann bis zu 60 cm groß werden. Er besitzt rau behaarte Blätter, die unteren haben einen Stiel, die oberen sitzen direkt am Stängel. Außerdem sind die Blätter in der oberen Stängelhälfte länglich geformt und sitzen angeordnet. Die bodennahen Blätter bestehen aus 1-3 Teilblattpaaren und sind aus einem großen Endblatt zusammengesetzt. Die Blüten sind gelb und stehen in einem halbkugeligen Blütenstand. Die vier Kelchblätter sind zur Blütenzeit abstehend. Die kahlen Schotenfrüchte mit rotbraunem Samen sind 4 cm lang, mit schnabelartigem, samenlosem Fortsatz. Die Pflanze findet man fast überall in der Natur, meist aber auf nahrhaften Wiesen und Äckern. Mögliche Verwechslung: Ackerschöterich (schwach giftig) Ackersenf – Anbau und Ernte. Sie können den Ackersenf als Samen oder Pflanze kaufen, oder aber auch einen Wurzelstock aus der Natur ausgraben. Pflanzen Sie den Ackersenf in einen kalkhaltigen Lehmboden oder auch in einem nährstoffreichen Lehmboden. Die Pflanze benötigt jedoch viel Sonne, deswegen wäre es besser, wenn Sie der Pflanze den direkten Zugang zu der Sonne ermöglichen könnten. Die scharfen Blätter, jungen Triebe und Stängel sammelt man von April bis Juni als Küchengewürz in verschiedenen Salaten und Suppen. Der Grundgeschmack ist natürlich senfartig. Möchte man größere Mengen verwenden für Gemüse, sollte man die Schärfe zuvor etwas auskochen. Die knospigen Blütenstände kann man zum Mildern kurz dünsten und als Gemüse oder als Beigabe in Salaten verwenden. Die jungen grünen, noch zarten Samenhülsen verwertet man meistens im Juni, aber auch noch bis in den August als scharfes Frischgewürz. Die ausgereiften Samen kann man von September bis Oktober mit etwas Essig und Salz zu Senf vermischen. Die rettich-schärflichen Wurzeln können im Frühjahr fein gewiegt in Joghurtdips und dergleichen als Gewürz verwendet werden. Ackersenf und seine positive Wirkung. Der Ackersenf ist milder als der Weißer-Senf. Aus den zerstampften Samen können Breiumschläge gemacht werden, die hautreizend wirken und dadurch die Durchblutung fördern. Sie bringen bei Gelenkerkrankungen und Rheuma Linderung. Eine derartige Anwendung senkt außerdem Fieber und wird bei Husten und Bronchitis eingesetzt. Um die Hautreizung in Grenzen zu halten, sollte man vor dem Auftragen der Senfmasse unbedingt eine fetthaltige Salbe auftragen. Das Senfpflaster darf nicht länger als eine halbe Stunde auf der Haut bleiben. Als Gewürz hilft der Senf bei Verdauungsschwächen und ist stoffwechselanregend. Die TCM ordnet die Pflanze der Lunge zu und setzt sie bei allen Erkrankungen der Lunge ein. Ackersenf – einige Zubereitungsmethoden. Eigenen Senf selber machen Mahlen Sie einfach 200 g Senfkörner von der Pflanze in einer Mühle. Anschließend mischen Sie das Mehl mit circa 200 ml Weinessig, 100 ml Weißwein bzw. Wasser, 3 EL Honig, 2 EL Oliven-Öl und 3 TL Salz. Mischen Sie jetzt alles mit dem Pürierstab und lassen es einige Stunden (circa 2,5 Stunden) offenstehen. Anschließend können Sie es füllen und kühl lagern. Bronchitis Eine Breiauflage soll bei Bronchitis Beschwerden gute Dienste leisten. Bereiten Sie eine heiße Auflage aus zermahlenen und aufgekochten Samen her, die Sie auf circa 40 Grad abkühlen lassen, und dann auf die Brust auflegen. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

ackerhellerkraut 0

Ackerhellerkraut – eine Heilpflanze für alle Zwecke.

Ackerhellerkraut bekam seinen Namen wegen seiner münzenartigen Früchte. In einigen Gebieten nannte man sie auch Pfennigkraut und es war früher auch üblich mit Heller und Pfennig zu bezahlen. Die Pflanze Ackerhellerkraut oder auch Ackertäschelkraut genannt, die schwach nach Lauch riecht, gehört in die Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe bis zu 50 cm und gedeiht am liebsten auf kalkhaltigen Böden. Außerdem kommt das Ackerhellerkraut häufig auf lockeren Lehmböden vor, die reich an Nährstoffen sind. Sie besitzt einen kantigen Stängel und ist oben verzweigt. Die hellgrünen Blätter sind länglich und pfeilförmig. Die Blattform ist länglich und der Blattrand gezähnt. Die schönen kleinen weißen Blütenkornblätter können bis zu 5 mm lang werden. Die Frucht der Pflanze ist flach und am Rande breit geflügelt sowie kurz gestielt. Die Pflanze findet man auch Äckern oft auch als „gefürchtetes Unkraut“ in größeren Mengen, aber auch an Wegrändern, Brachland, Weinbergen und Gärten häufig zu finden. Mögliche Verwechslung: Lauchhellerkraut Ackerhellerkraut – Anbau und Ernte. Sie können das Ackerhellerkraut als Samen oder Pflanze kaufen, oder aber auch einen Wurzelstock aus der Natur ausgraben. Pflanzen Sie das Ackerhellerkraut in einen kalkhaltigen Boden oder auch in einen nährstoffreichen Lehmboden. Das Ackerhellerkraut bevorzugt aber einen kalkhaltigen Boden. Die Pflanze ist aber nicht anspruchsvoll und würde auch auf anderen Böden wachsen. Sie benötigt auch nicht zu viel Wasser. Sie sollten sie nur in regelmäßigen Abständen gießen. Die grünen Blätter und Triebspitzen sammeln Sie am besten von März bis Mai und können es schön als Beigabe für Salat, Pesto oder Kräuterquark verwenden. Die Blätter der Pflanze schmecken senfartig mit einer milden Schärfe, aber die bisschen älteren Blätter erhalten nach einer Zeit einen bitteren Geschmack. Auch die Blüten der Pflanze können Sie super für Salatdekorationen hernehmen. Sammeln sie bitte die Wurzel noch bevor die Blüte treibt, so ab Februar bis April. Die Wurzel besitzt eine rettichartige Schärfe, welche Sie aber auch für Suppen oder Salate verwenden können. Die Samen der Pflanze können Sie für die Herstellung von Senf oder Speise-Öl benutzen. Den Samen der Pflanze sammeln Sie von Juni bis August. Ackerhellerkraut – Wirkungsspektrum einer vergessenen Heilpflanze. Die Anwendung der Pflanze erfolgt als Tee oder Tinktur. Das Ackerhellerkraut ist als Heilpflanze kaum bekannt, obwohl man sie oft äußerlich als auch innerlich aufgrund ihrer antibakteriellen Wirkung bei Nierenentzündungen eingesetzt hat. Außerdem kann sie auch bei Menstruationsbeschwerden, Entzündungen der Gebärmutter und Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut angewendet werden. Äußerlich angewendet kann das Ackerhellerkraut Hautentzündungen lindern. Zu diesem Zweck wird die Haut mit dem Tee gewachsen, Umschläge aufgelegt oder ein warmes Bad bereitet. Einige denkbare Zubereitungsmethoden. Schweißtreibendes Fiebermittel Circa 20 g Samen (ca. 1 TL) mit ¼ Liter kaltem Wasser zustellen, einmal aufwallen lassen und für 10 Minuten ziehen lassen. Suppen, Salate und Gemüsespeisen Sie können die Blüten der Pflanze als Salatdekoration hernehmen. Die frischen Blätter können als senfähnliches Gewürz für Suppen oder Gemüsespeisen verwendet werden. Sie haben einen kresseartigen Geschmack. Früher hat man die Samen für die Senfherstellung verwendet, das kann man aber auch aufleben, wenn man eine Abwechslung auf dem Teller braucht. Hautheilung Bei Hautentzündungen kann die Heilpflanze gute Dienste leisten. Kochen Sie sich Tee von Blättern der Pflanze und waschen Sie Ihre Haut damit. Sie können auch ein Bad bereiten oder sich Umschläge auflegen. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Acker-Rettich 0

Acker-Rettich – eine uralte Heilpflanze aus der Antike.

Die Pflanze Acker-Rettich wurde bereits von den alten Ägyptern aus medizinischen Zwecken angewendet. Die Errichter der Pyramiden erhielten neben Zwiebeln auch Knoblauch auch Rettich, sollte dieser die Gesundheit bewahren. Ursprünglich stammt der Acker-Rettich aus dem Mittelmeerraum. Hier konnte er im Norden Afrikas, Europa, Asien bis Pakistan gefunden werden. Mittlerweile ist die Kultivierung von Acker-Rettich weltweit verbreitet. Bei dem Rettich handelt es sich um eine krautartige Pflanze, die etwa ein bis zwei Jahre überdauert. Acker-Rettich – etwas über die Botanik. Der wunderschöne Acker-Hederich oder auch Acker-Rettich genannt gehört in die Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Er gedeiht vor allem auf Getreidefeldern, Feldwegen und Äckern. Die wunderschöne Pflanze mit aufrechtem Wuchs kann eine Höhe bis zu 60 cm erreichen. Die borstig behaarte Pflanze hat einen bläulich bereiften Stängel.  Die Blätter sind aus schräg versetzten Blattabschnitten und einem größeren Endabschnitt zusammengesetzt. Die vier weißen oder blassgelben Blütenkronblätter sind mit violetten Adern durchgezogen. Der Blütenkelch der Pflanze ist schmal, lang und aufrecht. Die Pflanze weißt eine gegliederte, zugespitzte und gestielte Schote. Verwechslung: Acker-Senf Acker-Rettich – der Anbau und die Ernte. Sie können den Acker-Rettich bzw. Hederich als Samen oder Pflanzen kaufen, oder einen Wurzelstock aus der Natur ausgraben. Pflanzen Sie es in einen lockeren Boden, in die Sonne oder in Halbschatten. Eine Mischung aus sandiger Erde und Kompost wäre ideal. In so einem Boden können sich die Wurzeln des Rettichs am besten entwickeln, obwohl er aber eigentlich in jedem Boden wächst. Sobald Sie den Rettich in den seinen bestimmten Boden gesetzt haben, sollten Sie es reichlich wässern. Bitte vergessen Sie ihn auch danach nicht den Acker-Rettich bzw. Hederich in regelmäßigen Abständen zu wässern. Die Blätter und Triebe der Pflanze können Sie von April bis Mai ernten und eignen sich gut als Salatbeigabe oder als Gewürz für Suppen. Ältere Blätter werden beißend scharf und sollten Sie nur in kleinen Mengen verzehren. Die Blätter enthalten viel Vitamin C und Senfölglykoside. Im Juni können Sie die leckeren Blütenstände ernten und als Beigabe ins Gemüse oder Salat verwenden. Die Fruchtschoten ernten Sie von August bis September und können es auch während des Spaziergangs auch roh verzehren. Den Samen der Pflanze können Sie ebenso von August bis September ernten und schmecken kresse-senf-artig und es zu Senf verarbeiten. Die jungen Wurzeln können Sie ebenso im August ernten und gerieben wie Meerrettich nutzen. Graben Sie aber die Wurzeln nicht früher aus. Der Geschmack ist ab August intensiver und leckerer. Die Wirkung von Acker-Rettich. Der Verzehr von Acker-Rettich regt den Stoffwechsel und die Verdauung an, wirkt antibakteriell und blutreinigend. Durch Zugabe von Zucker zu geriebenem Rettich kann durchaus Sirup hergestellt werden, welcher beim Husten und bei Nierensteinen gute Dienste leisten kann. Aus den zerkleinerten Samen lässt sich ein hautreizendes Pflaster herstellen. Eine mehrtägige Rettich Saftkur hilft bei Rheuma, Gicht, Verdauungsschwäche und Husten und regt außerdem auch die Gallensekretion an. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Spitzwegerich 0

Spitzwegerich – ein uraltes und natürliches Antibiotikum.

Spitzwegerich ist eine uralte, germanische Heilpflanze und trägt schon in ihren Namen die Bedeutung „Wegbeherrscher“. Sie ist Symbol der Fruchtbarkeit. In Neun-Kräuter-Segen wird der Spitzwegerich an zweiter Stelle (nach dem Beifuß) genannt. Im Ennstal gräbt man den Spitzwegerich gegen Fieber, und zwar dort, wo Braut und Leich vorüberziehen. Drei Wurzeln, vor Sonnenaufgang gegraben und um den Hals gehängt, helfen ebenfalls gegen Fieber. Als Blutreinigungsmittel isst man am 1. Main ein Blatt des Wegerichs, am 2. Tag zwei Blätter usw. bis zum 15. Mai, dann wieder rückwärst bis zum 30. Mai, wo man wieder bei einem Blatt angelangt ist. Den Wegerich muss man sorgsam behandeln, weil man sich sonst versündigt, hier wirkt der Glaube an die mächtige Heil- und Zauberpflanze nach. Die Indianer nennen den Wegerich „Fuß des weißen Mannes“, weil er überall dort auftauchte, wo sich der Weiße aufhielt. Spitzwegerich – ein bisschen Botanik. Der Spitzwegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächsen (Plantaginaceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 30 cm erreichen kann. Seine Blütezeit ist von Mai bis September. Man findet ihn überall in der Natur, auf Wiesen, Wegrändern, Waldrändern und Schuttplätzen. Wegeriche zählen zu den Wiesenunkräutern, die sich leicht und schnell vermehren. Die Ernte von Spitzwegerich Grundgeschmack der Pflanze ist recht fest, nussig-pilz-aromatisch. Man sollte darauf achten, die zarteren Blätter der Rosettenmitte zu ernten. Sie haben meist starke Längsfasern und empfehlen sich daher quer zur Faser in Streifen geschnitten. Sie lassen sich gut als Grundlage verschiedener Salate einsetzen. Die noch ganz weichen, knospenden Blütenstände sind im Aroma ähnlich wie die Butter. Ab Sommer bilden sich dann die Samen. Sie können als Beigabe andere Gemüsegerichte verfeinern. Die Wurzel ist feinästig, sie muss also aufwendig gewaschen werden. Die Wirkung einer uralten Heilpflanze. Die Blätter werden arzneilich verwendet. Alle Wegericharten sind antibakteriell und wirken erfrischend und reinigend. Äußerlich nutzt man sie bei Verletzungen, Hautentzündungen, Verbrennungen, Schwellungen und Insektenstichen. Der Extrakt gilt als ausgezeichnetes Heilmittel bei Augenentzündungen. Innerlich verwendet man ihn zur Reizlinderung bei allen Erkrankungen der oberen Luftwege und bei entzündlichen Erkrankungen in Mund und Rachen, außerdem bei Magenschleimhautentzündung, Reizdarm und Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Die Volksmedizin nutzt den Spitz-Wegerich auch zur Blutstillung. Die frischen, gequetschten Blätter können im Freien bei kleinen Wunden und Insektenstichen zur Erstversorgung genutzt werden. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Sonnenblume 0

Sonnenblume – ein Kind der Sonne.

  Von den Indianern in Nord- und Südamerika wurde die Sonnenblume als Lichtsymbol verehrt. Das hat sich auf den christlichen Missionaren übertragen, denn als sie die Pflanze vor 400 Jahren nach Europa brachten, war sie auch ihnen Symbol der Selle und des inbrünstigen Gebetes. Die Mayas sagten ihr überwältigende Kräfte zur Anregung des Geschlechtstriebes nach, dies wurde von den alten Kräuterärzten übernommen. Will ein Mann sich richtig auf eheliche Werke einstellen, so muss er in Öl gebratene Stiele und Blätter, aber auch Blütenblätter der Sonnenblume, gewürzt mit wenig Salz, zu sich nehmen – dann hat er größere Ausdauer. Sonnenblume – etwas zu Botanik. Die wunderschöne Sonnenblume auch bekannt unter Gottesauge, Sonnenstern oder Goldblume gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu 3 Metern erreichen kann. Ihre Blütezeit ist von Juli bis August. In kaum einen bäuerlichen Blumengarten fehlt die Sonnenblume, die, obwohl sie nur eine einzige Vegetationsperiode wächst. In der Natur findet man die Sonnenblume sehr selten. Sonnenblume – der richtige Erntezeitpunkt. Eine ergiebige, milde Pflanze für Salate, Gemüse und Öl. Die jungen, weichen Blätter der Gewöhnlichen Sonnenblume können von April bis Juni fein geschnitten Salaten, Bratlingen und Eierspeisen beigegeben werden. Ihre großen Blätter eignen sich hervorragend als Mantelgemüse für Krautwickelgerichte. Junge Blütenknospen eignen sich von April bis Mai im Ganzen als Gemüse in Salzwasser gekocht. Die gelben Randblüten finden von Juli bis August vor allem als dekorative Zutat Verwendung in Teemischungen, in Aromazucker sowie Salat- und Rohkostspeisen. Die bekannten ausgereiften Samenkörner genießt man im September frisch oder geröstet als Knabberei. Die Wirkung der Sonnenblume als Heilpflanze. Ein Tee aus den Blütenblättern wirkt adstringierend, wassertreibend und auswurffördernd. Die zerdrückten Blätter wurden als Umschläge auf Geschwüre, Schwellungen und Bisse gelegt. Den Extrakt aus den Blütenblättern setzt man in Fertigarzneimitteln gegen Venenerkrankungen ein. Es gibt Berichte, nach denen er außerdem fiebersenkende Eigenschaften bei Malaria und Lungentuberkulose besitzt. Die nordamerikanischen Ureinwohner nutzten einen warmen Absud der Wurzel äußerlich zur Linderung von rheumatischen Schmerzen oder kauten sie zur Linderung von Zahnschmerzen. Der Verzehr der ölhaltigen Samen wirkt harntreibend und auswurffördernd und hilft bei Lungenproblemen. Sonnenblumenöl ist ein wertvolles Speiseöl, wirkt leicht abführend und beugt Arteriosklerose vor. Insbesondere in Russland wird es zum Entgiften in Form von Mundspülungen verwendet. Die enthaltene Linolsäure kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen. Ölsäure reduziert die Aktivität von Brustkrebs in Zellkultur. Gerne wird das Öl außerdem in Hautpflegemitteln verwendet. Die Homöopathie nutzt es zur Behandlung von Wunden. Mittlerweile dient es außerdem als nachwachsender Rohstoff für Schmier- und Treibstoffe. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Schlangenknoeterich 0

Schlangenknöterich – das vergessene Heilpflanze.

Die verschiedenen Schlangenknöterich Arten lassen sich in den überlieferten Rezepten meist nicht unterscheiden. Paracelsus beschrieb eine Kur mit Knöterich, die verletzte, wunde Körperstellen heilt. Das Kraut wird durch kaltes Wasser gezogen, auf den verletzten Körperteil gelegt bis es warm ist, dann sofort in Pferdemist gegraben, Wenn das Kraut verfault ist, ist die Wunde geschlossen. Wenn man mit dem Kraut Hämorrhoiden berührt und die Pflanze dann in den Rauchfang hängt, verschwinden die Schmerzen. Gegen böse Träume legt man die Wurzel ohne das Wissen des Träumenden unter sein Kopfpolster. Die dunklen Flecken auf den Blättern rühren vom Blut Christi, das auf die Pflanze tropfte, als er am Kreuz hing, sie werden aber auch als Menstruationsblut der hl. Maria gedeutet, dementsprechend wird das Kraut bei Regelstörungen verwendet und im Schuh getragen. Schlangenknöterich – ein bisschen Botanik. Der Schlagen-Knöterich auch Vogel-Knöterich genannt gehört zur Familie der Knöterichgewächsen (Polygonaceae) und ist eine einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu 20 cm erreichen kann. Der Knöterich gedeiht auf jeden Boden und seine Blütezeit ist von Mai bis Oktober. Die Pflanze findet man in Rudergesellschaften, Acker- und Gartenkrautgesellschaften. Schlangenknöterich – etwas über die Ernte. Der Grundgeschmack der Pflanze ist mild-salatartig, nur bissfester. In der Küche nutzt man die jungen Vogel-Knöterichblätter von Mai bis Juni zu kräftigen Salaten. Weiche Triebe ergeben fein geschnitten auch eine gute Frischkräuterbeigabe in Saucen. Man kann die Blätter in dieser Zeit auch gut in einen elektrischen Entsafter geben und den so gewonnen Saft als gesundes Vitalgetränk mit Wasser oder Joghurt mischen. Bei ganz jungen Pflanzen ist es auch möglich, die Stiele und Triebe zu verwenden, sofern diese noch nicht zu faserig sind. Bis September kann man die Blätter noch zum Trocknen Sammeln, um sie als Tee aufzubrühen. Die Samen können von August bis Oktober als eine Art Getreide genutzt werden. Die Wirkung von Schlangenknöterich Die Pflanze wird sowohl in der Schulmedizin als auch volksmedizinisch verwendet. Die Hauptanwendungsgebiete des getrockneten Krautes in Form eines Tees sind wegen der auswurffördernden Wirkung entzündliche Erkrankungen der Luftwege. Die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe wirken aber auch günstig bei Magen- und Darmbeschwerden, Durchfällen und Erkrankungen der Niere und Blase. Die äußerliche Anwendung erfolgt bei schlecht heilenden Wunden, Hämorrhoiden und in Form von Gurgelwässern. Die TCM setzt die Pflanze bei Parasitenbefall der Haut, bei Harnverhalten und bei Beschwerden der Galle ein. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Wilde Rose in der Natur 0

Rosen – die Blume der Liebe und Leidenschaft.

Die Rose ist die Königin der Blumen und Sinnbild der Liebe. Schon im alten Persien gab es erste Rosenkulturen, um genügend Rosenöl und Rosenwasser daraus zu gewinnen. Im antiken Rom wurden Rosen zur Dekoration für Feste verwendet und dafür in unvorstellbaren Mengen aus Ägypten importiert. Die reichen Römer entwickelten einen überschwänglichen Luxus mit Rosen. Kleopatra ließ Festsäle kniehoch mit Rosenblütenblättern füllen, wenn sie Antonius empfing, Gäste saßen auf Matratzen und Kissen, die mit Rosen gefüllt waren und stiegen in rosengefüllte Bäder. Die göttliche anmutende Blume besitzt aber auch ganz irdene Eigenschaften und ist seit über 5000 Jahren als Heilmittel bekannt. Die Perser verwendeten Rosenwasserkompressen bei Herz, Magen- und Nervenleiden. In mittelalterlichen Klöstern verwendete man getrocknete und pulverisierte Rosenblüten als entzündungshemmende Wundpuder und legte bei Verbrennungen oder Entzündungen der Augen Kompressen mit Rosen Tee auf. Etwas Botanik über die Rose. Die wunderschöne Rose gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die mit über 3000 Arten auf der ganzen Nordhalbkugel beheimatet sind und kann eine Wuchshöhe von 150 cm erreichen. Ihre Blütezeit ist von Anfang Juni bis Ende Juni. Die Rose ist oft in Mischwäldern, Hecken und Waldmantelgebüschen anzutreffen. Sie wollen Wind und Sonne ausgesetzt sein, um ihre volle Blütenpracht zu entwickeln. Etwas über die Ernte von Rosen. Bei der Rose können zarte junge, noch weiche Blätter, deren Stiele so weich sein sollten, dass auch die sich dort bildenden Dornen weich sind, von April bis Juni fein geschnitten Bratlingen und Eierspeisen, diversen Gemüsefüllungen beigemengt werden. Die ausgezupften Kornblätter der Blüten ergeben im Sommer v. a. Gelee, Zucker, Gewürzschokolade ein edles Aroma. Die Kornblätter wurden im Juni auch als Rauchtabakbeimischung genutzt. Die reifen Früchte im Herbst werden getrocknet zu aromatischem Tee überbrüht. Rose – Etwas über die Wirkung. Die fein behaarten Nüsschen der Hagebuttenfrüchte können auf der Haut heftigen Juckreiz erzeugen. Die Hagebuttenschalen werden zur Geschmacksverbesserung in Tee eingesetzt. Arzneilich werden die getrockneten Fruchtschalen bei Entzündungen im Rachen empfohlen. Volksmedizinisch nutzt man sie wegen des hohen Vitamin-C-Gehaltes zur Steigerung der Abwehrkräfte und Vorbeugung bei Erkältungskrankheiten. Sie wirken mild abführend und harntreibend. Hagebutten betrachtete man früher außerdem als Stärkungsmittel für stillende Mütter und geschwächte Personen. Zusammen mit den Früchten können auch die Blüten verwendet werden. Die Blüten enthalten schwankende Mengen eines ätherischen Öls und wirken günstig auf Leber und Milz. Wegen ihres zuckerreichen Nektars werden sie gerne von Bienen angeflogen. Die äußerliche Anwendung des angenehm duftenden Tees in Form von Umschlägen wirkt belebend und ausgleichend auf die Haut. Die enthaarten Nüsschen können als Tee genossen bei der Behandlung von Blasen- und Nierensteinen hilfreich sein. Aus den Nüsschen lässt sich ein empfindliches Öl pressen, das reich an essenziellen Fettsäuren und Vitamin E ist und sich zur Wundbehandlung eignet. Aus den Blättern kann man ein fiebersenkender Tee gebrüht werden. Die Wurzel wurde zur Behandlung von Erkältungen verwendet. Es gibt Hinweise auf eine krebsschützende Wirkung der Hagebutte. Rose – einige alte Zubereitungsmethoden. Gurgeltee Je 25 g Rosen- und Kamillenblüten, Salbei- und Pfefferminzblätter. 10 Minuten ziehen lassen. Mehrmals täglich gurgeln, bis Besserung eintrifft. Durchfalltee Je 25 g Rosen- und Kamillenblüten, Gänse-Fingerkraut und Erdbeerblätter. 10 Minuten ziehen lassen. 3 x täglich á Tasse trinken. Rosenzucker 5 Rosen mit Duft, ¼ Kilogramm weißer Feinkristallzucker. Die Rosenblätter abzupfen, auf Insekten kontrollieren und auf Küchenpapier in einem staubfreien Raum trocknen lassen. Die getrockneten Blätter fein zerstoßen und mit dem Zucker mischen. 1 Jahr haltbar. Verschlossen lagern. Neue Berichte für Dich: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Rosmarin 0

Rosmarin – das Kraut aus dem Süden.

In den Mittelmeerländern galt Rosmarin als heilig. In Griechenland war sie die Pflanze der Aphrodite. Wahrscheinlich stammt von hier die Verwendung als Kraut der Brautleute. Dieses Kraut wird im Hochzeitskult verwendet. Die Brautleute stecken nach der Hochzeit einen Zweig in die Erde. Bewurzelt er sich, dann wird die Ehe glücklich. Wenn sich die Spitzen des Rosmarins, den die Brautführer tragen, während der Feier nach vorn beugen, so ist das ein schlechtes Sittenzeugnis für die Träger. Die Braut steckt dem Bräutigam heimlich ein Stückchen Rosmarin an die Kleidung, damit er ihr die Treue bewahrt. Wenn das Rosmarinsträußchen des Bräutigams während der Trauungszeremonie herunterfällt, wird die Ehe nicht glücklich. Rosmarin stirbt ab, wenn ihn Kranke berühren. Mancherorts gilt Rosmarin als Todespflanze, er wird in den Sarg gelegt. Träumen soll man nicht vom Rosmarin, das kündigt schwere Zeiten an. … ein wenig Botanik schadet nie. Der Rosmarin auch Kranzkraut genannt gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 100 cm erreichen kann. Die Pflanze mag volle Sonne und gedeiht auf lockeren Boden und benötigt Stellen, die sie vom Winter schützen. Rosmarin findet man nur im Mittelmeerraum (z.B. Kroatien, Italien, Griechenland). Bei uns ist sie nur als Gartenpflanze möglich, in der Natur findet man sie nicht. … Ernte, gut zu wissen. Rosmarin wird kurz vor, während und nach der Blüte durch Abschneiden der Triebe geerntet: Machen Sie im Mai einen ersten, kräftigeren Rückschnitt und den zweiten Mitte August, danach nicht mehr. Schneiden Sie nur an sonnigen Tagen zwischen 12 und 14 Uhr, dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Trocknen Sie die Blätter schnell, aber schonend bei Temperaturen unter 35°C, um das ätherische Öl wirkungsvoll zu erhalten, und bewahren Sie die Blätter dunkel und aromageschützt auf. Wirkungen von Rosmarin. Vor allem die ätherischen Öle mit ihrem Kampfergehalt tragen zur duftenden Wirkung bei. Die Pflanze regt den Blutkreislauf an und damit auch die Hirndurchblutung, das stimuliert den ganzen Körper, lindert Kopfschmerzen und Schwindel, stärkt das Gedächtnis, fördert die Konzentration und steigert die geistige Leistungsfähigkeit, vor allem wenn Schwächezustände verbunden sind mit niedrigem Blutdruck. Außerdem steigert sie den koronaren Durchfluss, das bedeutet, er unterstützt die Durchblutung der Herzkranzgefäße und damit die Herztätigkeit. Die Heilpflanze fördert die Durchblutung bis in die Peripherie, das macht warme Gliedmaßen und ist wohltuend bei kalten Händen und Füßen, die häufig mit niedrigem Blutdruck einhergehen. Rosmarin stärkt das Nervensystem und unterstützt bei psychischer Anspannung mit Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit und Schwächegefühl. Rosmarin – einige Zubereitungsmethoden. Liebestee Je 30 g Rosmarinblätter, Zimt und Ingwer und 10 g Damianablätter. 10 Minuten ziehen lassen. 1-2 Tassen pro Tag trinken. Rosmarinshampoo 1 Handvoll getrocknetes Rosmarinkraut mit ¼ Liter kochendem Wasser überbrühen, bedeckt 3 Stunden ziehen lassen, danach abgießen. In der Zwischenzeit 50 g weiße Schmierseife in ½ Liter destilliertem Wasser auflösen, 10 g Pottasche hinzufügen und alles 30 Minuten kräftig kochen lassen. Wenn der Sud nur noch handwarm ist, den Rosmarinaufguss hinzufügen. 10 Tropfen ätherisches Rosmarinöl in 50 ml Rosmarintinktur auflösen und alle Flüssigkeiten miteinander vermischen. Rosmarinsalbe für trockene Haut 30 g Bienenwachs, 30 g Walrat, 60 g Kampfer im Wasserbad schmelzen. 100 ml Mandelöl hinzufügen, unter Rühren ¼ Liter Rosmarinwasser einarbeiten. Wenn das Gemisch zu einer geschmeidigen Creme geworden ist, 1 TL Rosmarintinktur einrühren und in Cremetöpfe füllen. Kühl lagern. Rosmarintinktur 60 g Blätter werden in ¼ Liter hochprozentigem Alkohol fünf Tage angesetzt. Man gießt ab und nimmt die Tinktur tropfenweise auf einem Stück Zucker. Rosmarinwein 20 g Rosmarinkraut mit 0,7 Liter gutem Weißwein übergießen, 7 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen und abseihen. 2 Gläschen pro Tag trinken. Das könnte Dich auch interessieren: Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Pfefferminze 0

Pfefferminze – das erfrischende Heilmittel der Natur.

Laut Legende wurde Pfefferminze in ein duftendes Kraut durch Pluto verwandelt, um die Nymphe Minthe vor der Eifersucht seiner Frau zu schützen. Die Pharisäer nahmen den Zehnten in Minze, Dill und Kümmel entgegen. Die Hebräer hingegen legten ihre Tempel mit der Pfefferminze aus. Dieser Brauch wurde in der römisch-katholischen Kirchen übernommen. Die Pfefferminze galt als Symbol der Gastfreundschaft, man rieb den Tisch damit ab, ehe man die Gäste bewirtete. Man sagt, wenn jemand alle guten Eigenschaften der Minze nennen kann, weiß er auch, wie viele Fische im Ozean schwimmen. Pfefferminze – ein wenig Botanik über die Heilpflanze. Die Pfefferminze auch als Ackerminze oder Edelminze bekannt. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis 80 cm erreichen kann. Die Pflanze mag einen nährstoffreichen feuchten Boden im Halbschatten oder Sonne. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Man verwendet von der Pflanze die Blätter und Blüten. Die echte Pfefferminze kommt in der Natur recht selten vor. Um festzustellen, ob man eine heilkräftige Pflanze vor sich hat, pflückt man ein Blättchen und probiert es aus. Nur wenn der scharfe, pfeffrige Geschmack wahrgenommen wird, ist die Pflanze geeignet. In Kulturen lässt sich die Pfefferminze leicht ziehen, man sollte sie alle zwei Jahre umpflanzen, um das Verwildern und die damit einhergehende Reduzierung der Heilstoffe zu vermeiden. Pfefferminze – die Ernte. Bekannte, typisch aromatische Pflanze für Salate, Süßspeisen, Tee und Gewürze. Ihre ätherischen Öle sind ansonsten in hoher Dosis giftig. Die Pfefferminze hat von April bis August aromatische, weiche Blätter und Triebe. Man nutzt sie direkt als Munderfrischung und frisch oder getrocknet zur Teegetränken. Ihre getrockneten und gerebelten Blätter eignen sich für viele Desserts. Im Sommer und Spätsommer nutzt man die Blüten als dekorativ-aromatische Beigabe zum Abschluss vor dem Servieren, z.B. auf Salaten, insbesondere Obstsalaten und auf Schokodesserts. Pfefferminze – die Wirkung einer Heilpflanze. Die Minze wirkt als Tee beruhigend auf Magen, Darm und Psyche. Außerdem steigert sie die Produktion des Gallensaftes. Das ätherische Öl wirkt antibakteriell und wird für Inhalationen bei Erkrankungen der Atemwege oder äußerlich in Salben bei rheumatischen Beschwerden appliziert. Das Öl wird in großen Mengen für Zahnpasten und bei Kaugummiherstellung verwendet. Pfefferminzmaske für fette Haut Eine Handvoll frische Blätter werden im Mixer püriert und mit 1 Esslöffel Heilerde und etwas Joghurt und Honig so vermischt, dass ein streichbarer Brei entsteht. Eine Maske, die vor allem jungen, zu fettiger Haut neigenden Personen hilft, Pickeln und Mitesser hintanzuhalten. Das könnte Dich auch interessieren: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Melisse 0

Melisse – das Wunderkraut der Natur.

Bienen stehen total auf sie. Denn die weißen kleinen Blüten der Melisse sind voller Nektar. Daher auch der botanische Name „Melissa“ – griechisch für „Biene“. Paracelsus nannte das Kraut ein Lebenselixier. Eine seiner berühmten spagyrischen Arzneien aus Melisse verkaufte er an die älteren Mitglieder der Königs- und Fürstenhäuser Europas. Man schrieb ihr ungeheure Kräfte zu. Sie sollte die Jungend zurückbringen und Dahinsiechende wiederbeleben. In Griechenland wurde sie als Blume der Götting Diana verehrt. Ihre Heilkraft sitzt jedoch vorwiegend in den stark nach Zitrone duftenden Blättern, aus denen bereits seit mehr als 2000 Jahren „Lebenselixiere“ gebraucht werden – Tees, Tinkturen, Öle und Badezusätze. Im Mittelalter musste die Melisse sogar auf kaiserlicher Anordnung in jedem Klostergarten angebaut werden. Melisse – ein wenig Botanik. Die Melisse ist auch unter ihrem Namen Zitronenmelisse bekannt und gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie ist eine mehrjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 90 cm erreichen kann. Ihre Blütezeit ist von Juni bis August. Wächst nur im Mittelmeerraum wild. Melisse – die Wirkung einer Wunderpflanze. Bereits seit dem Mittelalter ist die Melisse aufgrund ihres großen Wirkungsspektrums und ihres angenehmen Zitronenaromas eine geschätzte Heil- und Teepflanze. Darüber hinaus ist sie der Hauptbestandteil des allseits bekannten Melissengeistes. Dieses Kraut wirkt allgemein beruhigend und ist bei nahezu allen nervösen bedingten Beschwerden angezeigt. Sie ist äußerst hilfreich bei nervösen Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Krämpfen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Unruhe, nervösem Magen und Reizbarkeit. Dieses Wunderkraut wirkt bei allerlei Beschwerden des Magen- und Darmtraktes, aber auch bei Gicht und Rheuma. Ein Tee davon hemmt Bakterien, Viren und Pilze in ihrem Wachstum und kann bei Grippe, Bronchitis und anderen fiebrigen Infektionskrankheiten eingesetzt werden. Äußerlich hilft sie bei Insektenstichen, Wunden, Geschwüren, Blutergüssen, Quetschungen, Ohren- und Zahnschmerzen. Das reine ätherische Öl der Pflanze ist zwar sehr teuer, hat sich aber als ausgezeichnetes Mittel gegen Lippenherpes bewährt. Melisse – frisch besonders aromatisch Wer Melisse als reines Gewürz oder spritzige Beigabe, etwa in Quarkspeisen, Salaten oder Cocktails, verwenden möchte, sollte die Blätter möglichst frisch verarbeiten. Nur so kommt man in den vollen Genuss. Getrocknet büßt sie sehr schnell ihr zitroniges Aroma ein, die wichtigen Heilstoffe bleiben jedoch erhalten. Melissen-Essenz Eine Handvoll frische sowie zerkleinerte Melissenblätter werden in ¼ Liter Kornschnaps angesetzt und etwa 10 Tage stehen gelassen. Danach abfiltern und schmerzende Stellen damit einreiben oder tropfenweise auf Zucker einnehmen. Auch andere Beiträge: Rosmarin – eine heilige Pflanze in den Mittelmeerländern. Bärlauch – eine Heilpflanze mit würziger Note. Arnika – eine Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum. Baldrina für einen ruhigen Schlaf. Sonnenblume – das Kind der Sonne.

Immunsystem stärken 0

Das Immunsystem – die Abwehrkräfte des Körpers stärken.

Das menschliche Auge kann Viren, Pilze und Bakterien nicht erkennen. Sie lauern auf Türklinken, auf Geländern, im Wasser und in der Luft, die wir atmen. Aber kein Grund zur Sorge. Wenn sich unser Immunsystem in Top-Form befindet, bleiben wir vor Erkältungen und Infekten verschont. Das menschliche Immunsystem beseitigt nicht nur fremde Mikroorganismen und Substanzen, sondern zerstört auch fehlerhafte körpereigene Zellen. An den weißen Blutkörperchen kann die Stärke unseres Immunsystems abgelesen werden. Zwischen 4000 und 10000 pro Mikroliter Blut sollte ein gesunder Mensch haben. Aber wie können wir das Immunsystem noch zusätzlich bei seiner täglichen Arbeit stärken? Dafür gibt es ein paar ganz einfache Regeln: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Bewegung: Vor allem Ausdauersportarten wie zum Beispiel Joggen oder Walking stimulieren das Immunsystem. Darüber hinaus sollte man täglich mindestens zehntausend Schritte gehen. Erholung: Um sich richtig zu erholen, sollten ein Erwachsener etwa sieben bis neun Stunden schlafen. Stress reduzieren: Gönne Deinem Körper öfter mal eine Pause. Oft hilfreich sind hier Kurse zur Entspannung, wie zum Beispiel Yoga. Abhärtung: Durch regelmäßige Saunagänge und Wechselduschen verbessert sich die Thermoregulation des Körpers. Somit kann sich unser Körper besser an Kälte und Wärme anpassen. Sonne tanken: Durch UV-Strahlen wird Vitamin D in der Haut gebildet. Es aktiviert die Killerzellen und ist daher für das menschliche Immunsystem essenziell. Wirksame Helfer aus der Natur für das Immunsystem. Wasser – der Energielieferant: Damit alle biologischen Prozesse des Körpers richtig funktionieren können, ist es äußerst wichtig, viel zu trinken. Wird nämlich zu wenig Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee aufgenommen, wird das Blut dickflüssiger. Somit können lebensnotwendige Nährstoffe und Sauerstoff nicht mehr schnell genug dort hingelangen, wo sie benötigt werden. Die Folgen sind Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten. Empfohlen werden mindestens 3,0 Liter Flüssigkeit über den ganzen Tag verteilt zu trinken. Ingwer – der Wurzelbooster: Diese tropische Wurzel fördert nicht nur die Durchblutung, sondern wirkt entkrampfend und stark antibakteriell. Durch diese positive Eigenschaft erweist sich Ingwer als perfekter Helfer für das menschliche Immunsystem. Denn die Wurzel lindert Erkältung und regt die Verbrennung von Giftstoffen an. Deshalb empfiehlt es sich schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder Grippe zu der aromatischen Wurzel zugreifen. Zitrusfrüchte: Mittlerweile ist jedem bekannt, dass Zitrusfrüchte wie zum Beispiel Zitronen, Orangen, Kiwis und Co. reich an Vitamin C sind. Letzteres ist für unser Immunsystem von größter Bedeutung und somit essenziell. Es schützt die Zellen vor freien Radikalen und ist wichtig für die weißen Blutkörperchen, die für unser Abwehrsystem verantwortlich sind. Sanddorn: Seine ursprüngliche Heimat ist Nepal, doch mittlerweile wird er auch in Mittel- und Nordeuropa angebaut. Wie der Name vermuten lässt, wächst er auf sandigem Boden. Wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts (1300 mg pro 100g) gelten seine orangefarbenen Beeren von alters her als Heilmittel bei Erkältung und Grippe sowie zur Stärkung der Abwehrkräfte. Knoblauch – die Superknolle: Wissenschaftler fanden heraus, dass Knoblauch in der Lage ist das Wachstum von Bakterien und Pilzen zu hemmen. Dies verdankt er seinem Inhaltsstoff namens „Allicin“. Darüber hinaus belegen Studien, dass Menschen, die regelmäßig Knoblauch konsumieren, seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Das könnte Dich auch interessieren: Alles über die Melisse Immunsystem stärken